Wissenschaftliche Mitarbeiterin/wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Digital Humanities (w/m/d)
30.01.2026
Wissenschaftliche Mitarbeiterin/wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Digital Humanities (w/m/d)
Institut für Zeitgeschichte München - Berlin (IfZ)
Das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin (IfZ) sucht für das Projekt „Aufbau des deutschen Knotens der European Holocaust Research Infrastructure (EHRI-DE)“ zum nächstmöglichen Zeitpunkt
eine wissenschaftliche Mitarbeiterin/einen wissenschaftlichen Mitarbeiter im Bereich Digital Humanities (w/m/d).
Die Teilzeitstelle (50 %) wird mit der Entgeltgruppe 13 TV-L vergütet. Die Stelle in der Abteilung Zentrum für Holocaust-Studien ist vorerst bis zum 31. Oktober 2026 befristet, nach Freigabe der bereits bewilligten Projektmittel durch den Drittmittelgeber ist eine Weiterbeschäftigung bis zum 31. Januar 2030 vorgesehen und angestrebt. Arbeitsort ist München.
Das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin (IfZ) ist eine selbstständige außeruniversitäre Forschungseinrichtung, die die gesamte deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart in ihren europäischen und globalen Bezügen erforscht. Es ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und wird vom Bund und den Ländern institutionell finanziert, darüber hinaus wirbt das IfZ selbst Drittmittel für vielfältige Forschungsprojekte zur Zeitgeschichte ein. Das seit 2013 am IfZ bestehende Zentrum für Holocaust-Studien (ZfHS) ist ein internationales Kompetenz- und Kommunikationszentrum für die Erforschung des Holocaust. Es organisiert Konferenzen und Workshops, führt eigene Forschungs- und Editionsprojekte durch und trägt durch seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur universitären Lehre über den Holocaust bei.
Das am ZfHS angesiedelte und aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderte Projekt EHRI-DE bildet den deutschen Knoten der European Holocaust Research Infrastructure (EHRI-ERIC). Es dient dem Aufbau eines nationalen Forschungskonsortiums, das Institutionen, Expertisen und Daten in Deutschland und darüber hinaus vernetzt, die Forschung und Vermittlung zum Holocaust stärkt und damit zum Gedenken an die nationalsozialistischen Verbrechen beiträgt.
Im Rahmen von EHRI-DE entsteht ein Portaldienst, der als zentraler Zugangspunkt für opferbezogene Metadaten verschiedener Provenienzen fungieren soll. Die Inhaberin bzw. der Inhaber der hier ausgeschriebenen Stelle verantwortet in Abstimmung mit der Projektleitung sowie im Austausch mit den nationalen und internationalen Partnern und EHRI-Gremien die wissenschaftliche und technische Konzeption des Portals. In der zweiten Hälfte der vierjährigen Projektlaufzeit ist bei entsprechender Qualifikation eine Aufstockung auf eine Vollzeitstelle vorgesehen. In dieser Phase koordiniert die Stelle zudem die notwendigen Entwicklungsarbeiten, begleitet die technische Umsetzung und übernimmt die Kommunikation mit externen Dienstleistern und potenziellen Datengebern.
Ihre Aufgaben
- Wissenschaftliche und technische Konzeption eines Portals zur Aufbereitung und Bereitstellung biografischer Metadaten zu Verfolgten des Nationalsozialismus;
- Entwicklung und Weiterentwicklung eines Datenmodells für biografische Daten;
- Kooperation und Kommunikation mit Partnern und potenziellen Datengebern;
- Aufbau einer transnationalen EHRI-ERIC Working Group zu biografischen Daten;
- Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern;
- Mitbetreuung der EHRI-DE Webseite.
Ihr Profil
- Abgeschlossenes Masterstudium der Digital Humanities, Neueren Geschichte oder vergleichbarer Studiengänge;
- vertiefte Kenntnisse der Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung;
- Kenntnisse der deutschen und europäischen Archiv- und Gedenkstättenlandschaft;
- Erfahrung in der Arbeit mit strukturierten Daten;
- Vertrautheit mit Metadatenstandards, kontrollierten Vokabularen und Normdaten, insbesondere im Bereich biografischer Daten;
- Kenntnisse im Umgang mit APIs sowie zu Harvesting- und Matching-Verfahren;
- Bereitschaft zu Dienstreisen ins europäische und ggf. außereuropäische Ausland;
- sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift;
- Erfahrungen mit wissenschaftlichen und/oder digitalen Projekten sowie mit Forschungsinfrastrukturen wären überdies wünschenswert wie Grundkenntnisse zu Datenschutz und ethischen Fragen beim Umgang mit historischen und sensiblen personenbezogenen Daten.
Wir bieten Ihnen
- eine interessante, abwechslungsreiche Tätigkeit in einem fachlich anspruchsvollen Aufgabengebiet;
- ein anregendes und lebendiges Arbeitsumfeld;
- flexible Arbeitszeitgestaltung im Rahmen eines attraktiven Gleitzeitmodells;
- attraktive Sozialleistungen wie z. B. eine betriebliche Altersvorsorge (VBL) sowie vermögenswirksame Leistungen;
- Möglichkeiten für Weiterbildungen und Weiterqualifikationen;
- vielfältige Vernetzungsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb des IfZ;
- sehr gute Arbeitsbedingungen und ein angenehmes Arbeitsklima.
Das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin strebt in allen Beschäftigungsgruppen eine ausgewogene Geschlechterrelation an. Wir fördern Frauen und fordern sie deshalb ausdrücklich zur Bewerbung auf. Ziel ist es zudem, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu verbessern. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (insbesondere ein Lebenslauf mit detailliertem beruflichem Werdegang, Ausbildungs- und Arbeitszeugnisse sowie ggf. weiteren einschlägigen Nachweisen) richten Sie bitte unter Angabe der Referenznummer M2026-01 in Form einer pdf-Datei (max. 10 MB) per E-Mail () bis zum 19.02.2026 an die Direktorin des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin, Prof. Dr. Isabel Heinemann, Leonrodstraße 46b, 80636 München. Die Vorstellungsgespräche werden voraussichtlich am 11. März 2026 in München stattfinden.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung. Bei Rückfragen können Sie sich an den Projektkoordinator Johannes Meerwald () wenden.
Im Rahmen Ihrer Bewerbung übermitteln Sie personenbezogene Daten. Beachten Sie dazu die Datenschutzhinweise unter .
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